Athens Reformen reichen nicht: Um
attraktiv für (private) Investoren zu werden, muss das Land es leichter
machen, Unternehmen zu gründen, Eigentum schützen und noch viel
Bürokratie abbauen.
Von Alexander Kritikos*
Von Alexander Kritikos*
Griechenland hatte es zuletzt geschafft, aus den
negativen Schlagzeilen herauszukommen. Nun plötzlich häufen sich wieder
die schlechten Nachrichten: Die handstreichartige Schließung des Staatsrundfunks
- Novum im demokratischen Europa - führte zu einer virulenten
Regierungskrise. Fraglich, wie lange und mit welcher Durchschlagskraft
die wohl verbleibende Rumpfregierung nach Austritt der „Demokratischen
Linken“ wird weiter regieren können. Gleichzeitig wurde Griechenland in
dem von Morgan Stanley herausgegebenen Aktienindex MSCI auf
Schwellenlandstatus herabgestuft. Auch ein Novum: Dieser Status ist
eigentlich aufstrebenden Entwicklungsländern mit überproportionalen
Wachstumsraten und nicht abstürzenden Industrienationen vorbehalten. Und
der von der Troika eingeforderte Privatisierungsprozess, der einst 50
Milliarden Euro in die Kassen des griechischen Staatshaushalts spülen
sollte, kommt auch nicht so recht in Gang.

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